Volumen
Berechnet das Volumen von Erdmassen, beispielsweise um Aushub- und Aufschüttmengen bei Erdarbeiten zu ermitteln.

Das Volumen-Werkzeug hängt vom Zeichnungsmaßstab ab. Befindet die Szene sich nicht im richtigen Maßstab werden keine Ergebnisse angezeigt. Zoomen Sie dann näher heran oder weiter weg.
Ablauf
Setzen Sie mindestens drei Punkte durch Klicken in die Szene, um den zu messenden Bereich abzugrenzen. Schließen Sie die Eingabe mit der Schaltfläche Eingabe beenden oder Doppelklick ab.
Optionen
Neben dem Namen für die Analyse stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
Ebene (Standard)
Beim Modus Ebene wird das Volumen bezogen auf eine horizontale Ebene in einer absoluten Höhe berechnet. Die Höhe der Ebene wird initial automatisch aus der gezeichneten Geometrie ermittelt. Sie können im Nachgang die Höhe manuell anpassen, entweder über die Option Geländehöhe absolut (m) oder interaktiv in der Karte durch Ziehen des Pfeils.
Dieser Modus eignet sich für die Planung von Bodenplatten oder eines Erdplanums. Als Abtrag wird dabei das Material über der Ebene ausgewiesen, das entfernt werden muss; als Auftrag das Volumen unter der Ebene, das aufgefüllt werden muss, um die Ebene zu erreichen.
Gelände
Im Modus Gelände wird eine interpolierte Referenzfläche erzeugt, die der Geländeoberfläche unterhalb der gezeichneten Geometrie folgt. Als Abtrag wird das Material über dieser Referenzfläche ausgewiesen, als Auftrag das Volumen darunter.
Dieser Modus eignet sich für die beispielsweise für die Volumenberechnung von Oberbodenmieten, Aufschüttungen, Baugruben oder beim Glätten von Böschungen.
Geländehöhe absolut (m)
Hier können Sie manuell die Höhe der Ebene für den Modus Ebene anpassen. Die Höhe wird in Meter über dem Meeresspiegel angegeben. Alternativ können Sie die Höhe interaktiv in der Karte anpassen, indem Sie den Pfeil nach oben oder unten ziehen.
Ergebnisse
Genauigkeit
Die berechneten Volumenwerte basieren auf dem Geländemodell, das eine gewisse Lage- und Höhengenauigkeit aufweist. Außerdem werden Faktoren wie Verdichtung, Auflockerung, Feuchtigkeitsgehalt, Bodentyp und andere geotechnische Eigenschaften nicht berücksichtigt. Daher können die tatsächlichen Volumenmengen von den berechneten Werten abweichen und es wird empfohlen, die Ergebnisse als Schätzung zu betrachten!
Auftrag und Abtrag
Auftrag ist das Volumen, das aufgebracht werden muss, um die Referenzfläche zu erreichen – also das Material, das unterhalb der Referenzfläche fehlt. Abtrag ist das Volumen, das entfernt werden muss – also das Material, das oberhalb der Referenzfläche liegt.
Bewegte Erdmassen
Der Ausgabeparameter bewegte Erdmassen gibt das gesamte zu bewegende Volumen an, also die Summe aus Auftrag und Abtrag.
Erdmassenausgleich
Der Erdmassenausgleich ist die Differenz aus Abtrag und Auftrag und zeigt an, ob die Massen innerhalb des betrachteten Bereichs ausgeglichen werden können:
- Ein positiver Wert bedeutet einen Materialüberschuss: Es wird mehr abgetragen als aufgetragen, das überschüssige Material muss abgefahren oder anderweitig verwendet werden.
- Ein negativer Wert bedeutet ein Materialdefizit: Es wird mehr aufgetragen als abgetragen, es muss also zusätzliches Material angeliefert werden.
- Ein Wert nahe Null bedeutet, dass Abtrag und Auftrag sich innerhalb des Bereichs weitgehend ausgleichen.
Der Begriff Erdmassenausgleich stammt aus dem Bauwesen. Er beschreibt das Ausgleichen von Erdmassen innerhalb eines Bauprojekts, um den Aushub und den Einbau von Bodenmaterial so effizient wie möglich zu gestalten.
Ein wesentlicher Vorteil des Erdmassenausgleichs liegt in der Kosteneinsparung. Durch die Wiederverwendung des vorhandenen Bodens können teure Transporte von Aushubmaterial zu Deponien oder der Einkauf von Fremdmaterial reduziert werden. Gleichzeitig trägt der Erdmassenausgleich zur Umweltfreundlichkeit bei, da weniger LKW-Fahrten anfallen und somit auch die CO₂-Emissionen sinken. Zudem wird die Effizienz des gesamten Bauprozesses gesteigert, da die Ressourcen optimal genutzt werden.